Der für den Samstag erwartete Aufmarsch der südwestdeutschen Neonaziszene in Worms wurde mit geänderter Route genehmigt. Überraschend ist nur, dass das Verwaltungsgericht Mainz dazu heute nicht einmal eine Entscheidung fällen musste, da die Stadt Worms eine Alternativroute anbot: vom Bahnhof aus über die Friedrich-Ebert-Straße und den Karlsplatz auf die Alzeyer Straße und dann über die Burkhardstraße zurück.
Gegen den Naziaufmarsch hat sich ein für die Region beispiellos breites, spektrenübergreifendes Bündnis formiert. Mit gemeinsamem Aufruftext mobilisieren die Landesverbände der Partei- und Gewerkschaftsjugenden, LandesschülerInnenvertretung, das Kritische Kollektiv, Antifa-Gruppen aus der gesamten Region, aber auch der VVN/BdA Kaiserslautern und die Linkspartei Alzey-Worms dazu, die Nazis am Samstag gemeinsam „wegzuschunkeln“.
Konkret trifft sich das Bündnis „Nazis wegschunkeln“ um 11 Uhr vor dem Wormser Hauptbahnhof. Neben einer Kundgebung des „Bündnisses gegen Naziaufmärsche“ wird es dort eine Suppenküche der Grünen Jugend Worms geben. Alle Wormser Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich an den Protesten zu beteiligen. Dabei rechnet das antifaschistische Bündnis damit, dass am Samstag eine höhere dreistellige Zahl von Neonazis aus großen Teilen Süddeutschlands der Einladung der lokalen Nazistrukturen folgen, um ihren Geschichtsrevisionismus auf die Wormser Straßen zu tragen. „Es scheint der größte Naziaufmarsch der Region seit vielen Jahren zu werden,“ so Sebastian Knopf von der LINKEN Alzey-Worms, „wir werden uns diesem braunen Mob aber entschlossen in den Weg stellen.“






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