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Kein Vergeben, kein Vergessen!

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Vier Tage vor seinem achzehnten Geburtstag, am Abend des 28. Dezember 1990, wurde der Jugendliche Nihad Yousufoglu aus Hachenburg von einem gleichaltrigen Naziskin erstochen. Dem Mord voraus gingen wochenlange Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffe in Form von verbalen Anfeindungen und Flaschenwürfen auf die Rolläden des Hauses, in dem Nihads achtköpfige kurdische Familie wohnte - gegenüber eines Parkhauses, in dem sich einige Nazis regelmäßig trafen. Nach der Tat verließ Nihads Familie den Westerwald. Der Täter wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen Todschlags veruruteilt und nach 2/3 der Haftstrafe wieder entlassen.

20 Jahre nach der brutalen Tat erinnert in Hachenburg kaum noch etwas an den Mord, auch heute schauen noch viele Menschen weg, wenn RassistInnen und AntisemitistInnen ihre menschenfeindlichen Parolen unter die Menschen bringen. Auch heute wird das Naziproblem noch kleingeredet. Doch das Problem ist da. 2004/2005 gab es einen erneuten Höhepunkt rechter Umtriebe durch die Kameradschaft Westerwald, die brutal gegen MigrantInnen und Andersdenkende vorging. Bei den letzten Kreistagswahlen errang die NPD sogar einen Mandat im Kreistag.

Das Problem heißt Rassismus, immernoch!

Deswegen wird aufgerufen am 28. Dezember 2010, dem 20. Todestag von Nihad Yousufoglu, in Gedenken an alle Opfer rechter Gewalt ein klares Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Nationalismus zu setzen! Die Demo startet um 18:00 Uhr am Bahnhof in Hachenburg.  Weitere Informationen unter : www.28dezember.blogsport.de