Es ist eine klare Nacht, ein eisiger Wind pfeift durch die Straßen von Mainz, als wir am Treffpunkt ankommen. Ein paar dunkle Gestalten warten in schwarze Jacken gehüllt bereits in einer Gruppe vor der Türe, wir grüßen, sehen bekannte Gesichter, werden herzlich empfangen.
Von innen öffnet endlich ein junger Mann, binnen eines eisigen Windhauches ist unsere kleine Gruppe drinnen. Einen kurzen Korridor und viel zu viele Treppenstufen später sitzen wir auf dem mit Teppichboden ausgelegten Gang, an den zu beiden Seiten Zimmer grenzen. Aus dem einzigen geöffneten Zimmer, einem Büroraum, zieht Zigarettengeruch trotz der geöffneten Fenster durch das Gebäude. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde ist der ganze Gang in Gespräche verwickelt, da sitzen solid's, Jusos, Gewerkschafter_innen, Studis und Schülis sowie sieben GJler_innen, Knabberzeug und Bier machen die Runde, ab und an wird durchgerückt, damit die Neuen auch Plätze finden; die Stimmung ist gut.
Irgendwann nach Mitternacht kommt der erste Bus mit Verspätung an. Mit den zwei weiteren junggrünen Antifaschisten, die in Koblenz dazusteigen, sind wir insgesamt zu neunt – aus den Kreisen Mainz, Worms, Wittlich und Bad Kreuznach.