Die GRÜNEN sind aus vielen verschiedenen Bewegungen entstanden. Daher hat auch die Grüne Jugend ein breites Spektrum an Themen. Dabei verstehen wir uns in manchen Dingen als radikaler im Vergleich zur Partei. Bei uns können junge Menschen bis zum Alter von 28 Mitglied sein, im Vergleich zu anderen Jugendparteiverbänden sind wir die jüngsten. Bei uns gibt es SchülerInnen, Auszubildende, StudentInnen, Arbeitnehmende und sonstige. Wir wollen Jugendliche für Politik begeistern und jugendpolitische Themen und Meinungen verbreiten und nehmen z.B. Einfluss auf das Wahlprogramm der GRÜNEN.
Wir sind für alle offen, doch leider sind die meisten Mitglieder Studierende oder haben dies vor. Wir wollen alle erreichen und sehen das Problem dieser sozialen Trennung schon in der Schule. Das selektive mehrgliedrige Schulsystem wollen wir abschaffen und setzen uns deshalb für Integrierte Gesamtschulen (IGS) ein. Ein wichtiges Element unserer politischen Einstellung ist Selbstbestimmung. Wir wollen ein selbstverantwortetes Lernen, das sich nicht nur auf reines Wissen beschränkt, sondern Möglichkeiten zur individuellen und kritischen Entwicklung der Persönlichkeit bietet. Nur wenn demokratische Mitgestaltung schon in der Schule praktiziert wird, kann die Demokratie für alle verfügbar sein.
Wir wollen Jugendliche stärker in die Politik integrieren und fordern eine Senkung des Wahlalters und die Stärkung von Jugendparlamenten. Gesellschaftliche Teilhabe ist auch eine Frage des Geldes. Wir sprechen uns gegen jegliche Studiengebühren und Privatisierung aus und für gesellschaftliche Geimeingüter wie z.B. kostenlosen Öffentlich-Privaten-Nahverkehr (ÖPNV) und die Kulturflatrate. Das bedingungslose Grundeinkommen ist für uns ein Teil des Auswegs aus Bürokratie, Ungerechtigkeit und Hartz IV, das Menschen sich in unserer Arbeitsgesellschaft wertlos fühlen lässt. Wir wollen über Alternativen zu unserem derzeitigen wirtschaftlichen und somit politischen System nachdenken - weg von unendlichem Wachstum und der exponentiellen Welt des Zinses und hin zu teilweise schon jetzt existierenden Lösungen wie dem Regiogeld und mehr als nur dem Green New Deal.
Wir streiten für einen nachhaltigen und effektiven Umweltschutz, die Förderung regenerativer Energien und den Ausstieg aus der Atomkraft. Fair Trade und keine Ausbeutung anderer Länder und Menschen ist eine Lösung für weniger Armut und Konflikte - für eine friedliche Außenpolitik anstatt kriegerischen Interventionen! Wir in Europa haben eine Mitschuld an der Lage in anderen Ländern, wir wollen Flüchtlingen ein Recht auf ein hoffnungsvolles Asyl ohne Armut, „zweiter Klasse“ und Ausgrenzung gewähren! Wir wollen uns stark machen gegen Rassismus, Diskriminierung und Vorurteile und unterstützen antifaschistische Arbeit, Demos und aufklärende Kampagnen gegen nazistisches Gedankengut. Homosexuelle Menschen sollen leben können ohne diskriminiert zu werden und gleiche Rechte genießen wie heterosexuelle Menschen. Wir wollen, dass Frauen die gleichen Chancen im Leben haben wie Männer!
Wir wollen eine kontrollierte Abgabe von Drogen an die KonsumentInnen bei gleichzeitiger Aufklärung über die Wirkungen. Kontrolle und Überwachung aller Menschen und vor allem MigrantInnen unter dem Deckmantel der vorgegaukelten „Sicherheit“ nehmen wir nicht hin. Mehr Privatsphäre und weniger Daten bei Unternehmen ist das Ziel. Monopolitische kommerzielle Software hat in den Schulen nichts zu suchen, bevormundet und schränkt zum reinem Konsumieren der Vorgaben ein. Die GRÜNE JUGEND setzt Open-Source-Software ein und will mehr politische Unterstützung für „Software von Menschen für Menschen“ sowie eine demokratische Medienkultur und dafür sorgen, dass jeder das Internet nutzen kann.
Auch weltweit haben sich die Grünen Jugenden auf Prinzipien geeinigt - denn wer sagt eigentlich, was »grün« überhaupt heißt? 12 Principles - Global Young Greens




